Foto: Bechert/Hauber

So 17. August 2014 bis So 15. März 2015
Tibet – Nomaden in Not

Nahezu die Hälfte aller Tibeter waren einmal Nomaden. Nun will die chinesische Regierung alle tibetischen Nomaden bis zum Jahr 2015 in „sozialistischen Dörfern“ zwangsansiedeln. Damit steht eine jahrhundertealte Tradition vor dem Aus.

Das Leben der Nomaden ist geprägt vom starken Familienzusammenhalt und einer symbiotischen Beziehung mit ihren Tieren und der Umwelt. Der nomadische Lebensstil ist ein integraler Bestandteil ihrer Identität. Unter dem Deckmantel von Entwicklung, Umweltschutz und Armutsbekämpfung sollen die tibetischen Nomaden jetzt ihrer traditionellen Lebensweise beraubt werden. Nachhaltigkeit ist für sie ein lebensnotwendiges und in ihrer Religion verankertes Prinzip. Sie achten sehr genau darauf, dass das Grasland nicht überweidet wird und ziehen weiter, wenn es an der Zeit ist. Doch die Zwangsumsiedlung der Nomaden verdrängt die über Jahrhunderte bewährte Lebensform, die sich optimal in das empfindliche Ökosystem Tibets einfügt.

Die Ausstellung zeigt das Leben, die Traditionen und die heutige Bedrohung der tibetischen Nomaden mit Fotos verschiedener Fotografen, ergänzt durch Alltagsgegenstände und Ritualobjekte aus der Tibet-Sammlung des Museums.

Eine Ausstellung der Tibet Initiative Deutschland e.V., der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. und des Museums für Völkerkunde Hamburg.

Besuch des Dalai Lamas am Mo 25. August 2014

Übersetzung

„Eine Ausstellung, die den wahren Sachverhalt richtig darlegt, erhöht das Wissen vieler neutraler Menschen, denn dies ist wichtig und nützlich. Daher mein Dank an alle Beteiligten dieser Ausstellung.
Mit allerbesten Wünschen, am 25. August 2014
Dalai Lama, der buddhistische Mönch aus Tibet.“