So 18. Mai 2014 bis So 4. Januar 2015
Unsichtbare Dinge
Typisch chinesisch. Typisch deutsch.


Das goldene Sparschwein
Sammlung ADRC of CUC, Peking

Was ist typisch deutsch und was ist typisch chinesisch? Um darauf eine Antwort zu finden, können wir die Dinge sprechen lassen, mit denen wir uns umgeben. Denn mit den Dingen sind nicht nur Verhaltensmuster verbunden: Traditionen, Rituale, Gewohnheiten. Sie verkörpern auch gesellschaftliche Werte, Ziele und Ideale. Oft sind Dinge sesshafter als man vermutet: Während der Zug der Zeit schon längst weiter gefahren ist, stehen sie noch im Regal oder im Vorgarten und erinnern uns an längst überholte Absichten, Wünsche und Einstellungen.

Die Ausstellung „Unsichtbare Dinge“ richtet unsere Aufmerksamkeit auf das, womit wir uns in unserem Alltag so selbstverständlich umgeben, dass wir es überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Erst durch den Spiegel, den uns eine andere Kultur vorhält, erkennen wir Eigentümlichkeiten unserer Kultur. Möglicherweise liegt der Grund darin, dass wir normalerweise kein Augenmerk auf die Dinge legen, die wir als „typisch“ ansehen.

Die Ausstellung speist sich aus mehreren deutschen und chinesischen Quellen und Sammlungen. Sie wird für jeden Ausstellungsort jeweils spezifisch kuratiert. Zuvor war sie im Juli 2013 im Today Art Museum in Peking zu sehen.

Eine Kooperation des Museums für Völkerkunde Hamburg mit dem Kulturwissenschaftler Prof. Wu Xuefu/Communication University of China, Art & Design Research Center, und den Kölner Kuratoren Martin Rendel & Dr. René Spitz. Gefördert von der Kulturbehörde Hamburg / Kultur- und Tourismustaxe. Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Reihenhaus AG