So 24. November 2013 – 25. Mai 2014
Tscherkessen – Vom Kaukasus in alle Welt verweht
Ein legendäres Volk neu entdecken

Tscherkessen

Die Tscherkessen sind eines der ältesten Völker Europas, seit Jahrtausenden leben sie im Nordwesten des Kaukasusgebirges. Im 19. Jahrhundert gehörten die Tscherkessen zu den bekanntesten Völkern in ganz Europa und wurden als Krieger und Reiter bewundert sowie für ihre Schönheit, Eleganz und Tapferkeit gerühmt.
Nach ihrer Vertreibung 1864 durch die Armee des russischen Zaren geriet das einstmals legendäre Volk immer mehr in Vergessenheit. In ihrer einstigen Hauptstadt Sotschi finden 2014 die olympischen Winterspiele statt. Für viele ist der beliebte Badeort im Kaukasus ein Urlaubsparadies, für Tscherkessen jedoch ein Ort großer Trauer. Genau 150 Jahre vor der Olympiade endete dort die letzte Schlacht gegen Russland. Die olympischen Spiele rücken die Heimatregion der Tscherkessen erneut ins Licht der Öffentlichkeit – Anlass genug, um dieses berühmte Volk für uns neu zu entdecken.
Die Ausstellung spürt seinem Schicksal nach und porträtiert ein in alle Welt verstreutes Volk, das seine Kultur und Sprache am Leben erhalten hat. Was verbindet die Tscherkessen heute und welche Themen bewegen sie? Um Fragen nach Identität und Erinnerungen zu stellen, hat das Museum Kontakt zu zahlreichen tscherkessischen Verbänden und Privatpersonen aus aller Welt aufgenommen, die an der Ausstellungskonzeption mitgewirkt haben.

Ein Ausstellungsprojekt des Museums für Völkerkunde Hamburg in Kooperation mit vielen tscherkessischen Vereinen und Privatpersonen.

Weitere Informationen:

Die Ausstellung begeisterte seit ihrer Eröffnung am 24. November 2013 viele Besucher – Danke an alle Beteiligten und an alle, die dazu beigetragen haben, die Tscherkessen wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen!

Aufgrund der positiven Resonanz und der Nachfrage zahlreicher Besucher haben wir hier nun weitere Informationen zum Thema Tscherkessen sowie Eindrücke der Eröffnung und der Pressekonferenz mit Cem Özdemir zusammengestellt.

• Ein kurzes Video zu unserer Ausstellung Tscherkessen – Vom Kaukasus in alle Welt verweht

• Die Ausstellungseröffnung am 24. November 2013 und ihre Eröffnungsreden

• Das Video zur Pressekonferenz mit Cem Özdemir, Parteivorsitzender Bündnis 90/Die Grünen (bitte beachten Sie, dass diese in mehreren Teilen veröffentlicht wurde)

Fotos der Ausstellungseröffnung und der Pressekonferenz

• Pressematerial zur Ausstellung “Tscherkessen – Vom Kaukasus in alle Welt verweht”:

Termine:

Di 6. Mai bis So 25. Mai 2014
Tscherkessen: L’Epoque Passé.
Aquarelle von Aneta Takhtamysh | Ausstellung

Die tscherkessische Künstlerin Aneta Takhtamysh ist in großer Verbundenheit mit der Kultur und Geschichte der Tscherkessen aufgewachsen. Die gezeigte Bilderserie wurde von Fotos aus dem 19. Jahrhundert angeregt, die reale Personen in traditioneller Kleidung in alltäglichen Situationen zeigen. Inspiriert von den Fotos schafft Aneta Takhtamysh einen persönlichen Zugang zur Vergangenheit, die für viele Tscherkessen immer noch sehr lebendig ist.

Mi 21. Mai | 17 Uhr
Gegen das Vergessen
Gedenktag zum 150. Jahrestag des tscherkessischen Völkermordes

Am 21. Mai 1864 wurden die Tscherkessen von der Armee des russischen Zaren vertrieben. Zum 150. Jahrestag gedenken wir der Tragödie.

Sa 24. Mai | 15 Uhr
Tscherkessische Kultur im Aufbruch
Finissage „Tscherkessen – Vom Kaukasus in alle Welt verweht“

Ein großes Fest mit tscherkessischer Musik, Kunstwerken von Aneta Takhtamysh, Vorträgen von Dr. Uwe Halbach (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin), Prof. Udo Steinbach (Governance Center Middle East/North Africa an der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, Berlin), Prof. Sevda Alanku (Kadir Has Universität, Istanbul) und Führungen von
Gülay Gün (M.A., Projektassistenz)

So 25. Mai | 11 Uhr
„frei“ – tscherkessische Mode
Frauenmode von Diana Erol
Der Begriff „frei“ steht aus Sicht von Diana Erol, Modedesignerin abchasischer Abstammung und Absolventin der HAW Hamburg für Freude, Leichtigkeit und Liebe. Ihre Mode schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Moderne.

• Print- und Online-Artikel zur Ausstellung sowie Beiträge in Fernsehen und Hörfunk

Print- und Online-Artikel:

zenithonline – Mehr als Reiterkrieger und Haremsdamen, 07.03.2014

Blogbeitrag – Zur Eröffnung “Tscherkessen – Vom Kaukasus in alle Welt verweht” ein paar Worte, 27.11.2013

Die Zeit – Im Blut der Tscherkessen, 07.01.2014

Die Welt – Auf Sotschi liegt der Schatten des Völkermordes, 06.02.2014

taz. – Was nach dem Massaker blieb, 24.02.2014

Kulturjournal – Das Verbrechen von Sotschi, 27.01.2014

Fernsehen:

ttt – Titel, Thesen, Temperamente, ARD – Interview: Cem Özdemir fordert, in Sotschi an das Schicksal der Tscherkessen zu erinnern, 19.01.2014