Museum für Völkerkunde Hamburg
Tibet Mandala 2015

Di 15. bis So 20. September | Di–Sa 10–17 Uhr, So 10–16 Uhr
Tibetische Mönche streuen ein Tschenresig-Sandmandala
Vorführung und Zeremonie

Mandalas sind kreisrunde oder geometrische Schaubilder, verwendet im Buddhismus zu religiösen Zwecken. Sie entstehen in stunden- oder wochenlanger, meditativer und konzentrierter Arbeit. Es können Maltechniken verwendet werden, aber eine Möglichkeit ist auch, sie aus feinstem, farbigen Sand zu streuen. Nach ihrer Vollendung werden Sandmandalas zeremoniell aufgelöst – sie sind also keine Werke für die Ewigkeit!

Im tantrischen Tibetischen Buddhismus zeigen Mandalas die Sicht von oben auf einen Mandala-Palast, umgeben von einem Reinen Land. Ein solcher Palast ist der Aufenthaltsort eines spezifischen Buddhas und seiner Begleiter. Durch eine Einweihung unter Zuhilfenahme eines Mandalas erhält die / der Praktizierende die Erlaubnis, über diesen speziellen Buddha zu meditieren. Durch diese Art der Meditation können tiefe Konzentration und grundlegende geistige Veränderungen, hin zu tiefem Mitgefühl und allumfassender Liebe, entwickelt werden.

Die Auflösung des Mandalas symbolisiert die Vergänglichkeit von allem. Wer die Vergänglichkeit tief begreift, überwindet die Anhaftung an das eigene Ich, die letztlich immer wieder im Leiden endet.

Es heißt, ein Mandala nur zu sehen, würde viele negative, Leid verursachende geistige Eindrücke entfernen. Tauchen Sie ein in die heilige und geheimnisvolle Welt der Buddhas und lassen sich inspirieren, Ihren eigenen Geist tiefer zu erkennen!
Fünf Mönche aus der Tehor-Abteilung des Klosters Sera Dsche streuen in diesem Jahr ein Tschenresig-Mandala und lösen es anschließend rituell wieder auf. Tschenresig / Chenrezig (Sanskrit: Avalokitesvara) ist der Buddha des Mitgefühls. Mitgefühl ist im Tibetischen Buddhismus ein zentraler Wert. Die Heilssucher sollen Mitgefühl mit allen leidenden Wesen entwickeln und eine innere Haltung anstreben, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch anderen hilft, auf dem Heilsweg voran zu kommen.
Der Dalai Lama wird übrigens als Emanation (Verkörperung) des Teschenresig-Buddhas angesehen!

Streuung des Mandalas: Di-So 10 – 17 Uhr

Gemeinsames Gebet: Di-So 10.30 Uhr

Symbolik, Erstellung und Auflösung von buddhistischen Sandmandalas: Do 17.9. | 16 Uhr
Erläuterung durch Oliver Petersen, Buddhismus-Lehrer am Tibetischen Zentrum e.V.

Offene Werkstatt für Kinder: So 13 – 15.30 Uhr
Unser tibetisches Sandmandala von 6-12 Jahren mit Isabel Lenuck im Kleinen Hörsaal

Zeremonielle Auflösung: So 16 Uhr

Eintritt:
nur Museumseintritt | Wochenkarte: 22 € | erm. 16
Offene Werkstatt für Kinder € 4 pro Kind

Eine Veranstaltung des Tibetischen Zentrums Hamburg e. V. in Kooperation mit dem Museum für Völkerkunde Hamburg.