Masken der Südsee - 1

Maske (lor)
Duke-of-York-Inseln bei Neubritannien, Tolai, um 1900
(Sammlung Museum Godeffroy), Holz, Pflanzenmaterial, Pigmente
Die auf der Gazelle-Halbinsel Neubritanniens und auf den vorgelagerten Duke-of-York-Inseln ansässigen Tolai verfügen über sehr unterschiedliche Maskentypen. Hölzerne Tanzmasken bzw. Maskenlarven mit weißer Grundfläche und farblich akzentuierten Gesichtskonturen werden – ebenso wie die aus den Schädelknochen der Verstorbenen angefertigten „Schädelmasken“ – als „lor“ bezeichnet.
Diese Masken treten bei Geistertänzen auf, wobei die Bewegungen der Tänzer von Trommelschlägen und Gesang begleitet werden.

Maske
Golf von Papua, Neuguinea, Elema, um 1900
Rotang, Rindenbaststoff, Blätter, Pflanzenmaterial, Pigmente
Die verschiedenen Dorfgemeinschaften am Golf von Papua sind u.a. berühmt für ihre mehrere Meter hohen Großmasken, die im Rahmen von mehrjährigen Festzyklen in Erscheinung traten. Daneben existierte aber auch eine Vielzahl an kleineren Masken, die bei Tanzfesten oder Initiationen zum Einsatz kamen und meist mit Clanemblemen versehen waren. Wie bei dem vorliegenden Exemplar fertigte man in der Regel ein Gerüst aus Rotang, das anschließend mit Baststoff überzogen und bemalt wurde.

Fotos: Brigitte Saal

Language

Texts are available in German, English, French and Tok Pisin. A small discovery circuit for children is included in the exhibition.

Contact

Dr. Jeanette Kokott
phone: (040) 42 88 79 – 536
fax: (040) 42 88 79 – 242
jeanette.kokott@mvhamburg.de

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