Masken der Südsee - 6

Maske (kanudmud)
Arawe Inseln vor Neubritannien, 1. Hälfte 20. Jh, gesammelt von der Hamburger Südsee-Expedition, Rotang, Palmblattscheide, Pigmente, Pflanzenfasern
Bereits vor Ankunft der Europäer verband ein weit gespanntes Handelsnetz Rai-Küste und Huon Golf Neuguineas mit Umboi, den Siassi-Inseln, der Westküste Neubritanniens und den Witu-Inseln. Getragen wurde dieses System in erster Linie von den Bewohnern der Tami- und Siassi-Inseln, die weite Bootsfahrten über die Dampier- und Vitiaz-Straße unternahmen. Diese wirtschaftlichen Beziehungen ermöglichten auch Anleihen bei Gestaltungselementen des Maskenbaus. Ein sehr verbreitetes Motiv in dieser Region sind beispielsweise Gesichtsdarstellungen, die wie bei dieser Maske mit gezackten Augenfeldern versehen sind. Sie werden gerne als Tränen gedeutet.

Maske
Tabar Inseln vor Neuirland, Wende zum 20. Jh.
Holz, Rindenbast, Stoff, Pflanzenmaterial, Pigmente,
Über die Verwendung dieser Maske ist wenig bis gar nichts bekannt. Außer den traditionellen Materialien des Maskenbaus finden sich hier neben den Pflanzenfasern auch Textilien aus europäischer Produktion, die in die Gestaltung der Maske einbezogen wurden.

Fotos: Brigitte Saal

Language

Texts are available in German, English, French and Tok Pisin. A small discovery circuit for children is included in the exhibition.

Contact

Dr. Jeanette Kokott
phone: (040) 42 88 79 – 536
fax: (040) 42 88 79 – 242
jeanette.kokott@mvhamburg.de

Weltkarte Südsee