“Die europäische Sicht auf den Orient ist sehr widersprüchlich: Dem Kampf der Kulturen und islamischen Terror steht die verklärte Vorstellung eines märchenhaften Orients entgegen. Beides wird der Vielfalt der Region nicht gerecht. Ein differenziertes Bild liefert nun die Ausstellung des Museums für Völkerkunde Hamburg: Sie zeigt historische Orient-Fotografien.” (National Geographic Deutschland)
Historische Orient-Fotografie 1864–1970
Mit europäischem Blick auf das Fremde: Die Ausstellung “Mit Kamel und Kamera” zeigt eine Auswahl aus der Museumssammlung von 18 000 zwischen 1864 und 1970 entstandenen Fotografien aus dem Vorderen und Mittleren Orient sowie Nordafrika. Die ausgestellten Fotografien zeigen Motive mit hohem ästhetischem Anspruch professioneller Studios aus Nordafrika, Ägypten und dem “Heiligen Land” aus dem 19. und 20. Jahrhundert, in denen sich auch gängige Orientstereotype widerspiegeln. Von besonderer Bedeutung sind die Fotografien wissenschaftlicher Expeditionen, die zum Teil in für Europäer bis dahin kaum oder gar nicht erschlossene Gebiete führten. Diese fotografischen Bestände des Museums konnten dank der intensiven Förderung durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius digital gesichert, aufgearbeitet und wissenschaftlich erschlossen werden.






