Bis So 4. Mai 2014

Der Götterhimmel Indiens | Kunstwerke der Sammlung F. K. Heller

„Der Hinduismus kennt 330 Tausend Götter“, sagt eine indische Redensart. „Alle Götter sind Einer“, sagen die Priester der Brahmanenkaste. Der Eine Gott – Personifikation der kosmischen Ordnung – zeigt sich in unzähligen Erscheinungsformen, Avataren und Symbolen, die in jeder Glaubensrichtung des Hinduismus eine andere Rolle einnehmen.

Dieser religiöse Reichtum faszinierte den deutschen Kaufmann Ferdinand K. Heller. Zu Kriegsbeginn 1939 in Indien interniert, befasste er sich mit der Geisteswelt und Kunst des Landes. Bald sammelte er begeistert Bildnisse indischer Götter sowie Objekte, die diese im Kultus begleiten. Mit 70 Jahren schenkte er unserem Museum fast 500 seiner Sammlungsstücke.

Ein Großteil von ihnen ist nun erstmals in einer eigenen Ausstellung zu sehen!

In Skulpturen aus Metall, Stein und Holz lernen die Ausstellungsbesucher den Schöpfer Brahma, den Erhalter Vishnu, den Zerstörer Shiva, die weibliche Kraft Shakti, den liebenswerten Draufgänger Krishna, den Helden Rama und den elefantenköpfigen Ganesha kennen. Altargeräte, Begleitfiguren und Bildnisse von Gläubigen und Heiligen ergänzen die Götterkreise.

Weitere Teile der Sammlung sind in einer Auswahl zu sehen: Jainismus, Buddhismus, der Feuerkult der Parsen, aber auch schön geformte und kostbare Alltagsgeräte.

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Das Museum für Völkerkunde Hamburg ist beim Google Arts Project online!
Die beiden virtuellen Ausstellungen „Bemerkenswerte Dinge. Teil I & II“ stellen 29 unserer Objekte ausführlich vor und geben einen Einblick in den vielfältigen Objektbestand des Museums.

Zugleich beleuchtet die virtuelle Ausstellung „Koloniale Hintergründe“ die Verbindungen zwischen dem europäischen Kolonialismus und dem Museum. Sie präsentiert die Ergebnisse des Projekts „Kolonialismus und Museum“, das in Kooperation mit Prof. Dr. Jürgen Zimmerer (Leiter der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“) und Studierenden des Fachbereichs Geschichte zwischen 2014 und 2015 durchgeführt wurde.

Mehr zum begleitenden Rahmenprogramm „Indien erleben!“