Annette und Rüdiger Nehberg, die Gründer der Menschenrechtsorganisation TARGET, eröffnen am Internationalen Tag gegen Weibliche Genitalverstümmelung (6. Februar) im Völkerkundemuseum ihre Sonderausstellung „Mit dem Islam gegen Weibliche Genitalverstümmelung“. Die Norddeutschen engagieren sich seit zehn Jahren gegen den blutigen Brauch, der in 35 Ländern Afrikas und Asiens üblich ist. In Deutschland leben rund 20 000 Opfer. Mehr als 5000 Mädchen gelten als gefährdet. Ihnen droht eine Verstümmelung in den Ursprungsländern ihrer Familien. Da die meisten Opfer dieser archaischen Tradition Muslimas sind, haben die TARGET-Gründer von Anfang an auf eine Kooperation mit dem Islam gesetzt. Mit beispiellosem Erfolg.

Die Ausstellung erzählt vom Verbrechen, von Tränen der Wut und Ohnmacht, von Rebellion und der systematischen Umsetzung einer Vision. Sie nimmt mit zu Nehbergs Aktionsplätzen in die Wüsten Afrikas, in die Residenzen der Sultane und Großmuftis – und zu den betroffenen Frauen. Die Schau macht Gänsehaut und Hoffnung. Und sie zeichnet ein anderes Bild des Islam, geprägt von Offenheit und Kooperation.

Die Besucher erwartet eine Sahara-Kulisse mit eindrucksvollem Wüstenpanorama, Nomadenzelt und Kamelen sowie Stelltafeln und Kurzfilm. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Präsentation des GOLDENEN BUCHES, die offizielle Ächtung Weiblicher Genitalverstümmelung durch die Führungselite des Islam.

Ausstellung, Filme und Vorträge sind nicht für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren zu empfehlen.

Ausstellung
6.-13.2.2011

Weitere Infos:
www.target-nehberg.de

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