Do 17. Mai | 18 Uhr
Die Konstruktion von koreanischer Kultur in der Minjung Bewegung
Vortrag von Prof. Dr. Schulz Zinda, Universität Hamburg

Anlässlich des bevorstehenden Jahrestags der brutalen Niederschläge der Protestbewegung in Gwanju im Jahr 1980 spricht Prof. Dr. Schulz Zinda über die Minjung Bewegung. Nach der japanischen Kolonialzeit ist Südkorea bis 1987 im Wesentlichen geprägt von einer Abfolge von diktatorischen Regierungen. In Reaktion darauf bildeten sich temporär immer wieder oppositionelle Gruppierungen, die von den Regierungen verfolgt wurden. Eine der wichtigsten Oppositionen ist die Minjung Bewegung, da sie nicht nur zum Ende der Militärdiktatur unter Chôn Tu-hwan beitrug, sondern auch eine breite Solidargemeinschaft aus verschiedenen Teilen der südkoreanischen Bevölkerung darstellte. Einhergehend mit der Minjung Bewegung war das Nachdenken über die koreanische Identität, die sich in der Konstruktion einer alternativen koreanischen Kultur äußerte.

Museumseintritt, frei für Studierende der Koreanistik